Während Studenten, Azubis, Arbeitssuchende und Selbstständige oft Schwierigkeiten haben, eine Kreditzusage zu erhalten, ist das für Beamte in der Regel kein Problem. Wegen ihres vergleichsweise sicheren Arbeitsplatzes und dem damit verbundenen sicheren Einkommen werten die Banken ihr Risiko bei der Vergabe eines Beamtenkredites relativ gering. Deshalb haben die Kreditangebote für Beamte meist einen niedrigeren Zinssatz und eine längere Laufzeit, die bis zu zehn Jahre betragen kann. Außerdem sind höhere Kreditsummen möglich. Zum Vergleich: Während Angestellte ein Darlehen in Höhe ihres 6- bis 20-fachen Nettogehalts erhalten können, liegt die Kreditsumme für Beamte theoretisch bei dem 20- bis 24-fachen ihres Nettogehalts. Dessen ungeachtet ist für einen erfolgreichen Kreditantrag auch für Beamte eine saubere Schufa von Vorteil.

Kredite mit oder ohne Verwendungszweck



Anders als andere Darlehen wie zum Beispiel ein Autokredit kann ein Kredit für Beamte auch ohne bestimmten Verwendungszweck vergeben werden. Aufgrund des meist sehr niedrigen Zinssatzes wird er gerne zur Kreditumschuldung verwendet, um alte Verbindlichkeiten loszuwerden. Und das ist für Beamte besonders wichtig. Eine Überschuldung kann für diese Berufsgruppe schwerwiegende Folgen haben, die bis zur Einleitung eines Disziplinarverfahrens und dem Verlust des Arbeitsplatzes führen können. Der Ausgleich eines schon länger in Anspruch genommenen Dispokredits durch einen Beamtenkredit ist ebenfalls zu empfehlen. Experten raten allen Verbrauchern dazu, deren Konto schon seit mehr als drei Monaten in Folge im Minus ist, sich nach einem günstigen Kredit umzusehen. Eine solche Umschuldung ist nicht nur insgesamt günstiger. Die Tilgung des Darlehens ist aufgrund der festen Raten auch schneller beendet.

Was ist ein Beamtendarlehen?



Der Begriff "Beamtendarlehen" ist nicht geschützt, deshalb können sich hinter ihm ganz unterschiedliche Kreditformen verbergen. In der Regel ist damit ein Kredit gemeint, der auf die individuelle Situation von Beamten zugeschnitten und auch nur für eine bestimmte Berufsgruppe zugänglich ist. Hierzu gehören neben Beamten wie beispielsweise Lehrern, Polizisten, Berufssoldaten, Richtern auch Angestellte des öffentlichen Dienstes, deren Festanstellung schon mindestens fünf Jahre besteht. 



Häufig werden Beamtenkredite mit einer Kapitallebensversicherung kombiniert. Üblich ist, dass diese Lebensversicherung in Höhe der Kreditsumme beliehen wird und der Kreditnehmer während der Laufzeit lediglich die Versicherungsprämien und die Darlehenszinsen zahlt. Die eigentliche Tilgung des Darlehens erfolgt dann erst am Ende der Laufzeit durch die Kapitallebensversicherung. Den Restbetrag erhält der Kreditnehmer am Ende der Laufzeit ausgezahlt - ebenso wie mögliche Überschussbeteiligungen, die sich im Laufe der Zeit ergeben haben.

Neben den günstigen Konditionen bietet ein Beamtendarlehen noch einen weiteren Vorteil: Sollte der Kreditnehmer vor Ende der Laufzeit sterben, ist dessen Familie durch die Versicherung abgesichert. Der Abschluss einer zusätzlichen Restschuldversicherung ist dann nicht mehr notwendig.

Wir empfehlen Beamten gerne die Targobank, da Laufzeiten von mehr als 84 Monaten möglich sind.